Literarische Rekonstruktion von NS-Zwangsarbeit in Natascha Wodins Sie kam aus Mariupol und Irgendwo in diesem Dunkel

Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus, besonders während des Zweiten Weltkriegs, ist ein akademisches Randthema, dem erst im 21. Jahrhundert erhöhte Aufmerksamkeit zu Teil wird. Verschiedene Faktoren haben dazu beigetragen, die vorwiegend anhand Christoph Thonfelds Studie Rehabilitierte Erinnerungen? Individuelle Erfahrungsverarbeitungen und kollektive Repräsentationen von NS-Zwangsarbeit im internationalen Vergleich (2014) eruiert werden, um die Gründe der Vernachlässigung dieses historischen Kapitels, das sich zwischen Vergessen und Erinnern verortet, aufzuspüren. Im zweiten Teil des vorliegenden Beitrags wird die literarische Darstellung von Zwangsarbeit aus der Perspektive der „Ostarbeiter“ in Natascha Wodins letzten Romanen Sie kam aus Mariupol (2017) und Irgendwo in diesem Dunkel (2018) analysiert. Es werden die Mechanismen und die literarischen Strategien aufgezeigt, auf die die Autorin in ihren Texten zurückgreift, um einen Teil ihrer verschwiegenen Familiengeschichte aus dem Vergessen zu retten und somit eine Erinnerung möglich zu machen.

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Calero Valera, Ana R. (2022): „Literarische Rekonstruktion von NS-Zwangsarbeit in Natascha Wodins Sie kam aus Mariupol und Irgendwo in diesem Dunkel“. In: Leibrandt, Isabella & Kathrin Jahn & Irene Doval (Hrsg.): Arbeitswelten von gestern bis heute. Neue Studien in der Germanistik, Übersetzungswissenschaft und DAF. Bern: Peter Lang, pp. 37-51.
Peter Lang